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Eine sowohl stimmungsvolle wie für das Publikum beeindruckende Autorenlesung, die Liebold mit Klarinette, pentatonischer Flöte und Saxophon untermalte.
Die Fotos schoss Anke Böser, vielen Dank dafür!
]]>Von Anke Vehmeier
Wir schreiben das Jahr 2011 – doch die Männer und Frauen haben sich auf eine Zeitreise begeben. “Die Teilnehmer erleben den gesamten Prozess des Birkenpechkochens. Das dauert insgesamt zehn Stunden”, sagt Norman Liebold. Gemeinsam mit Jan Hendrik Landefeld bot er am Pfingstmontag den Kurs “Birkenpech, der Klebstoff der Steinzeit” im Landesmuseum an.
“Birkenpech war der erste thermoplastische Klebstoff der Welt”, sagte Landefeld. Der gelernte Schreiner experimentiert mit dem knetgummiähnlichen, tiefschwarzen Material. Mit der Klebemasse wurden in der Steinzeit die scharfen Hornspitzen auf den Pfeilen befestigt.
Wenn die Steinzeitmenschen auf die Jagd gingen, hatten sie vielleicht zehn Pfeile dabei, denn sie waren sehr sperrig. “Wenn ein Pfeil nicht getroffen hatte, saßen sie abends am Lagerfeuer und tauschten die alte gegen eine neue Spitze”, so Landefeld.
Bis zur Gewinnung des Birkenpechs war es ein aufwendiger Weg, denn erst musste das Pech, ein teerähnliches Destillat, gewonnen und verarbeitet werden. Zuerst wurde Birkenrinde mit Bast geschnitzelt. Dann wurde der Topf mit den Schnitzeln eingegraben – im Hof des Landesmuseums gab es dafür am Montag eine Sandkiste -, mit Lehm abgedichtet und erhitzt, bis die Masse zu einem Destillat eingekocht ist. Dann kam noch Asche hinzu.
Die Teilnehmer des Kurses wickelten selbst die Pfeile, feilten die Hornspitzen, brachten Federn an den Pfeilschäften an und verklebten die Spitzen mit Birkenpech. Damit es den Teilnehmern in den Wartephasen nicht langweilig wurde, gab es Musik und Lesungen. Schriftsteller Norman Liebold las eine spannende Geschichte aus prähistorischer Zeit vor, mit musikalischer Begleitung. Normalerweise schreibt Liebold Krimis und Märchen. Für den Kurs hatte er sich speziell eine Geschichte ausgedacht.
“Ich habe ein großes Interesse an Kunstgeschichte, aber auch an Technik. Hier möchte ich gerne das Handwerk kennen lernen und schauen, wie die Leute das früher gemacht haben”, sagte Brigitte Thiel-Rajabi. Sie besucht häufiger Kurse im Landesmuseum. “Gerade in unserer technischen Welt ist es wichtig, sich mit rudimentären Fertigkeiten zu beschäftigen. Ich habe größte Hochachtung vor dem, was die Menschen früher geleistet haben.”
Filigran und elegant präsentierten sich darüber hinaus die Werke der Goldschmiede-Meisterin Ute Schäfer. Sie zeigte altertümlichen Schmuck mit Symbolen und Figuren.
[Bildunterschrift:] Birkenpechkochen und Pfeilbauen macht viel Arbeit: Kursleiter Jan Hendrik Landefeld (links) zeigt den Teilnehmern am Landesmuseum, wie es geht. Foto: Volker Lannert
Am 13.06.2011 gab Norman Liebolds WortAnKlang-Ensemble in der Konstellation mit Maxim Spektor und Patrick Auschner Liebolds “Geist der Birke” im Rheinischen Landesmuseum Bonn. Die Veranstaltung war Teil eines Tagesevents, das der SiebenKunst e.V. in Kooperation mit dem LVR abhielten. Die Photos machte Anke Böser.
]]>Das Buch “Dichterbrand” ist auf Anfrage im Buchhandel erhältlich und direkt beim Amator-Veritas-Verlag. Einen entsprechenden Link gibt es auf der Webseite www.siebengebirgskrimi. de. Infos über den Kunstverein unter www.siebenkunst.de.
Am 13.05.2011 stellte sich der neu gegründete Künstler-Verein “SiebenKunst e.V.” im Gemeindehaus Oberpleis mit einer Ausstellung der Künstler vor. Am Abend gaben Maxim Spektor und Norman Liebold als WortAnKlang-Ensemble Norman Liebolds Siebengebirgs-Krimi “Dichterbrand” als musikalisch unterlegte Autorenlesung. Die Fotos machte Anke Böser.
]]>Ein wunderschöner Abend im Atelier Karimow, bei dem die Siebenkünstler (Ute Schäfer – Goldschmiedekunst, Jan Hendrik Landefeld – Bogenbau und Holzkunst, Junus Karimow – Malerei, Norman Liebold – Literatur und WortAnKlang – Musik, dieses Mal mit Tahir Gök und Maxim Spektor) ihre Arbeiten präsentierten. WortAnKlang gab musikalisch unterlegte und umrahmte Literatur von und mit Norman Liebold zu besten. Wobei Norman Liebold es sich nicht nehmen ließ, Texte auszuwählen, in denen der Meister Junus Karimow in persona auftritt: Die Endszene aus “Beorn” (2010) und einige Passagen aus Liebolds aktuell in Arbeit befindlichem Roman “Ansichten eines Aktmodells”. Ein rundum gelungener Abend inmitten der Künste, bei dem sich Bild, Klang und Wort zu einer Einheit verbanden.
WortAnKlang in der Besetzung mit Tahir Gök (Saz) und Maxim Spektor (Darabuka, Cachon, Caisa) präsentierte im Kölner Hinterhofsalon Norman Liebolds ‘Carpe Noctem’, wobei der Autor nicht nur las, sondern zu Klarinette, Flöte und am Ende auch zum Saxophon griff. Die Vorstellung fand anlässlich der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung von Katharina Theine (Illustration und Gemälde), Wolfgang Behrendt (Comic Art), Christian Lessenich (Akt und erotische Grafik), Ute Schäfer (Goldschmiedekunst), Jan Landefeld (Bogenbaukunst) und Norman Liebold (Tuscheillustrationen) statt. Trotz etlicher Pannen im Vorfeld war es ein sehr unterhaltsamer und schöner Halloween-Abend im Zeichen von Kunst, Musik und Literatur. Die Photos schossen Anke Böser und Norman Liebold.