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Presseartikel

Archäologie live im Landesmuseum: Eine Reise in die Steinzeit

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.06.2011 unter Presseartikel, Siebenkunst, WortAnKlang

Generalanzeiger Bonn vom 14.06.2011. Online-Version des Artikels >>>

Archäologie live im Landesmuseum: Eine Reise in die Steinzeit

Von Anke Vehmeier

Bild im Generalanzeiger vom 14. Juni 2011, S. 17.
Bild im Generalanzeiger vom 14. Juni 2011, S. 17.17-Jun-2010 13:21, PENTAX PENTAX K-m , 5.6, 50.0mm, 0.05 sec, ISO 200

Bonn. Das Feuer lodert im Hof, Melodien aus längst vergangenen Zeiten ertönen, Bögen und Speere warten darauf, zur Jagd getragen zu werden. Ein Hauch Steinzeit liegt über der Colmantstraße. Immer wieder schauen interessierte Passanten durch das Tor, was sich wohl Geheimnisvolles im Landesmuseum tut. Dort hocken mehrere Personen auf Holzstämmen und schnitzeln Birkenrinde in Behälter.

Wir schreiben das Jahr 2011 – doch die Männer und Frauen haben sich auf eine Zeitreise begeben. “Die Teilnehmer erleben den gesamten Prozess des Birkenpechkochens. Das dauert insgesamt zehn Stunden”, sagt Norman Liebold. Gemeinsam mit Jan Hendrik Landefeld bot er am Pfingstmontag den Kurs “Birkenpech, der Klebstoff der Steinzeit” im Landesmuseum an.
“Birkenpech war der erste thermoplastische Klebstoff der Welt”, sagte Landefeld. Der gelernte Schreiner experimentiert mit dem knetgummiähnlichen, tiefschwarzen Material. Mit der Klebemasse wurden in der Steinzeit die scharfen Hornspitzen auf den Pfeilen befestigt.
Wenn die Steinzeitmenschen auf die Jagd gingen, hatten sie vielleicht zehn Pfeile dabei, denn sie waren sehr sperrig. “Wenn ein Pfeil nicht getroffen hatte, saßen sie abends am Lagerfeuer und tauschten die alte gegen eine neue Spitze”, so Landefeld.

Bis zur Gewinnung des Birkenpechs war es ein aufwendiger Weg, denn erst musste das Pech, ein teerähnliches Destillat, gewonnen und verarbeitet werden. Zuerst wurde Birkenrinde mit Bast geschnitzelt. Dann wurde der Topf mit den Schnitzeln eingegraben – im Hof des Landesmuseums gab es dafür am Montag eine Sandkiste -, mit Lehm abgedichtet und erhitzt, bis die Masse zu einem Destillat eingekocht ist. Dann kam noch Asche hinzu.
Die Teilnehmer des Kurses wickelten selbst die Pfeile, feilten die Hornspitzen, brachten Federn an den Pfeilschäften an und verklebten die Spitzen mit Birkenpech. Damit es den Teilnehmern in den Wartephasen nicht langweilig wurde, gab es Musik und Lesungen. Schriftsteller Norman Liebold las eine spannende Geschichte aus prähistorischer Zeit vor, mit musikalischer Begleitung. Normalerweise schreibt Liebold Krimis und Märchen. Für den Kurs hatte er sich speziell eine Geschichte ausgedacht.
“Ich habe ein großes Interesse an Kunstgeschichte, aber auch an Technik. Hier möchte ich gerne das Handwerk kennen lernen und schauen, wie die Leute das früher gemacht haben”, sagte Brigitte Thiel-Rajabi. Sie besucht häufiger Kurse im Landesmuseum. “Gerade in unserer technischen Welt ist es wichtig, sich mit rudimentären Fertigkeiten zu beschäftigen. Ich habe größte Hochachtung vor dem, was die Menschen früher geleistet haben.”
Filigran und elegant präsentierten sich darüber hinaus die Werke der Goldschmiede-Meisterin Ute Schäfer. Sie zeigte altertümlichen Schmuck mit Symbolen und Figuren.

[Bildunterschrift:] Birkenpechkochen und Pfeilbauen macht viel Arbeit: Kursleiter Jan Hendrik Landefeld (links) zeigt den Teilnehmern am Landesmuseum, wie es geht. Foto: Volker Lannert


Generalanzeiger vom 14.06.2011, S. 17
Generalanzeiger vom 14.06.2011, S. 1717-Jun-2010 13:21, PENTAX PENTAX K-m , 5.6, 50.0mm, 0.05 sec, ISO 200



[Norman Liebold, 14.06.2011
Presseartikel, Siebenkunst, WortAnKlang
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Ein liebenswerter Schnüffler

Von Norman Liebold geschrieben am: 16.05.2011 unter Dichterbrand, Generalanzeiger, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, Siebenkunst, WortAnKlang

Bonner General-Anzeiger, 16.05.2011, S. 12

Ein liebenswerter Schnüffler

Norman Liebold liest aus seinem Siebengebirgskrimi “Dichterbrand”. Der
Künstlerverein “Siebenkunst” stellt sich vor

Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.
Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.18-Mai-2011 22:03

OBERPLEIS. Ein Häufchen Asche ist alles, was vom Dichter hinter den Sieben Bergen übrig bleibt. War es ein Unfall, Freitod oder hat sich dort im beschaulichen Eudenbach sogar ein grausamer Mord zugetragen? Erster Fall für Privatdetektiv Quirin Hundtemann, einen Möchtegern-Sherlock Holmes, der eigentlich Literaturwissenschaftler ist und seine Examensarbeit dem berühmten englischen Krimihelden gewidmet hat. Ob der liebenswerte Schnüffler am Ende erfolgreich war, erfuhren die Zuhörer bei der Autorenlesung von und mit Schriftsteller Norman Liebold zwar nicht, aber sicherlich wird es nun so manch einem in den Fingern kribbeln, den Siebengebirgskrimi “Dichterbrand” einmal von vorne bis hinten zu Ende zu lesen. Im heimischen Wohnzimmer fehlen dann allerdings die mystischen Klänge des kleinen “WortAnKlang-Ensembles”, das die Lesung am Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus in Oberpleis zu einem Erlebnis mit Gänsehaut-Feeling werden ließ.
Das bereits 2008 im Eigenverlag erschienene Buch ist der erste Siebengebirgskrimi von Norman Liebold. “Eigentlich ist es kein astreiner Krimi nach altem Strickmuster”, urteilt der Autor über sein Werk. Vielmehr sei es “eine sozialkritische Geschichte, die ans Menschliche geht und die den herkömmlichen Krimi ein wenig auf die Schippe nimmt”. Die Tatsache, dass die Handlung im Siebengebirge spielt, macht den besonderen Reiz aus. Ob der Campingplatz in Eudenbach, auf dem der Autor seine Schreibstube in einem Wohnwagen eingerichtet hat, oder die Bibliothek im Schulzentrum Oberpleis – es sind Orte, die man kennt und wiedererkennt. Auch die Charaktere sind nicht völlig frei erfunden, sondern tragen die Charakterzüge von Freunden und Bekannten. “Ich schaffe keine Helden, sondern versuche, lebendige Menschen zu beschreiben.” Anlässlich der Lesung stellte sich außerdem der erst in diesem Jahr von Liebold gegründete Künstlerverein “Siebenkunst” im Gemeindehaus vor.
Gezeigt wurden unter anderem die Bögen und handgearbeiteten Holzgegenstände des Schreiners Janhendrik Landefeld, der Gold- und Silberschmuck von Ute Schäfer sowie Photographien, Graphiken und Gemälde der Künstler Katharina Theine, Wolfgang Behrendt, Anke Böser, Maxim Spektor und von Liebold selbst. “Hinter dem Verein steht die Idee, verschiedene Kunstrichtungen zu kombinieren und in einen spannenden Dialog zu bringen”, sagt er. qg

Das Buch “Dichterbrand” ist auf Anfrage im Buchhandel erhältlich und direkt beim Amator-Veritas-Verlag. Einen entsprechenden Link gibt es auf der Webseite www.siebengebirgskrimi. de. Infos über den Kunstverein unter www.siebenkunst.de.


Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.
Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.18-Mai-2011 22:03



[Norman Liebold, 16.05.2011
Dichterbrand, Generalanzeiger, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, Siebenkunst, WortAnKlang
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“Der Kulturgeist” in Nettersheim oder “Kultur – nein Danke”?

Von Norman Liebold geschrieben am: 30.07.2010 unter Eifel, Kulturgeist, MaximSpektor, Nettersheim, Presseartikel, WortAnKlang


Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13

Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.

Rundblick Nettersheim vom 30.07.2010, Nr. 15, Seite 13.

“Der Kulturgeist” in Nettersheim oder “Kultur – nein Danke”?

Von Anja Raith

(ar) Es sollte die erste Lesung im neuen Literaturhaus werden. Aber am Abend dieses sehr heißen Tages konnten sich nur vier Besucher dazu aufraffen, die angebotene Literaturlesung im Hof des noch unrenovierten Gebäudes zu besuchen. Autor Normen [sic! Norman] Liebold und sein musikalischer Begleiter Maxim Spektor nahmen es gelassen und als der Vorschlag kam, man solle doch in die besser besuchte Eisdiele umzuziehen, begaben sie sich sogleich auf Wanderschaft. Ali al Najar und seine Frau begrüßten die u.a. mit “Caisa” und Klarinette beladenen Wanderer gerne in der “Kultureisdiele”, die auch schon das Liedermacherduo “Positano” zu Gast hatte. Und genau dieses Duo d.h. Daniel und John standen Pate für die Geschichte “Der Kulturgeist”. Hier entdeckt John nach einem sehr enttäuschenden, schlecht besuchten Konzert ein Beduinenzelt in der tristen Kellerdisko und verliebt sich in die schöne Dunjazad, die ihn sogleich in Richtung eines fast philosophischen Diskurses über Sinn und Idiotie der modernen Kulturindustrie führt. Autor Norman Liebold gelang es im Zusammenspiel mit dem “Tätowierer, Zeichner und Musiker” Maxim Spektor auch an diesem Abend, mit einer Mischung aus Live-Hörbuch, mimisch-gestischem Rollenspiel und schwebend schöner Musik seine Figuren zum Leben zu erwecken und blumig orientalische Erzählkunst mit herber Gesellschaftskritik zu verbinden. In der Erzählung gelingt es Dunyazad, John im Laufe der Nach davon zu überzeugen, dass der ihm gewährte eine Wunsch nur heißen kann, dass alle CD’s und sonstigen Tonträger zerstört werden, denn “alles, was man einfach haben kann,…, verliert notwendigerweise seinen Wert”. Ob das auch für den Bereich der Literatur gilt? Es bleibt zu hoffen, dass sich auch die Literaturfreunde in Nettersheim darauf besinnen, dass jede Art von Kunst und Kultur voraussetzt, dass ausreichend viele Menschen den Kulturbetrieb aktiv als Künstler, Organisatoren und als Kunstgenießer, -förderer und -käufer mitgestalten.

[Bildunterschriften:
(1) Norman Liebold (li) und Maxim Spektor (mit "Caisa) nahmen die Situation mit Humor.
(2) Nachdenklichkeit angesichts leerer Stuhlreihen: (v.l.) Norman Liebold und Maxim Spektor (mit "Caisa")
(3) Die Verbindung von Speiseeis und Kultur schien am Abend dieses sehr heißen Tages unausweichlich.
]



[Norman Liebold, 30.07.2010
Eifel, Kulturgeist, MaximSpektor, Nettersheim, Presseartikel, WortAnKlang
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Künstlerische Kritik an der Politik

Von Norman Liebold geschrieben am: 13.06.2010 unter AnsichtenEinesAktmodells, Beorn, Euthanatus, Generalanzeiger, Krimi, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang

Generalanzeiger vom 14.06.2010, Seite 12

Künstlerische Kritik an der Politik

Michael Franck aus Alfter setzt Bruchholz ein. Künstler will provozieren und transportieren

Von Stefan Knopp

ALFTER. Ein Einsiedler, der bewusst jeden Kontakt zur Zivilisation meidet, ist der Alfterer Künstler Michael Franck sicher nicht. Dennoch ist die Figur Beorn aus Norman Liebolds gleichnamiger Geschichte, benannt nach dem Einsiedler in Tolkiens “Der kleine Hobbit”, unter anderem ihm nachempfunden. “Die Geschichte ist auch eine Hommage an Michaels Kunst”, erklärte der Autor. Da lag es nahe, im Rahmen der “musischen Vollmondnacht” unter dem Titel “Licht, Stein, Klang und Wort” im Kunst-Licht-Skulpturen-Garten des Künstlers auch daraus vorzulesen. Begleitet wurde Liebold vom Musiker Maxim Spektor, der das Gelesene passend mit improvisierten Percussion-Klängen untermalte. Der Schriftsteller aus dem Siebengebirge las aus mehreren seiner Texte, dazwischen spielten Lara und Daniel Gentile von der Akustik-Band “Eko”.

Generalanzeiger vom 12.06.2010, S. 12

Bild im Generalanzeiger vom 12.06.2010, S. 12. Bildunterschrift: Der Künstler und sein Werk: Michael Franck stellt seine Arbeiten in Alfter aus. Foto: Wolfgang Henry

Zuvor hatten die Besucher Gelegenheit, Francks Werke zu besichtigen. Der Künstler arbeitet “mit Fragmenten aus der Natur in Verbindung mit Glas, Stein und anderen Dingen”, erklärte er. Imposant sind seine Holzskulpturen: Einige hat er zu Schachfiguren verarbeitet, die auf Ausstellungen auf dem Fragment eines großen Schachbretts stehen. “Das ist aber 17 Meter breit und passt nicht in meine Wohnung.” Etwa drei Jahren arbeitet er mit Holz von Bäumen, die Stürmen zum Opfer gefallen sind. Die Skulptur “Versteckte Gedankenlücke” hat er 2008 nach dem Orkan Emma gesammelt, “Horizontal” zeigt Holz von Yvonne von 2008. Im Garten ruht eine längliche Holzskulptur vom Orkan Kyrill, Mitte Januar 2007, auf einer Konstruktion aus aufgestapelten Schiefersteinen, die die Vornamen deutscher Politiker tragen. “Liege der Ignoranz auf der Mauer der Ignoranten” heißt das Werk, eine deutliche Kritik an der Industrie-Politik der Bundesregierungen der letzten 30 Jahre. “Für mich sollte Kunst nicht nur schön, hässlich oder provokant sein, sondern auch etwas transportieren.”

Auch den “großen Bruder” konnte man betrachten, in das Werk ist Glas eingearbeitet, mit Metallstreben und einer Eisenkette. Daneben zeigte Franck auch kleinere Steine, in die Weißglas von Nanometer-Messgläsern eingearbeitet sind, das von innen beleuchtet wird und faszinierende Muster an die Wand wirft. Das Bild des Fingerabdrucks eines Orang-Utans ziert den Eingangsbereich – “Den hat mir ein Freund besorgt, der im Kölner Zoo arbeitet” – und auf der Terrasse steht Francks neuestes Werk: Zwischen zwei Mannshohen Moselschiefersteinen hat er 555 Glasscheiben angebracht. “Dafür habe ich 15 Quadratmeter Glas verarbeitet.”

Im Garten las Liebold auch aus seiner neuesten Geschichte: “Euthanatus”. Sie spielt zur Abenddämmerung auf dem Petersberg, dazu passend wurde nach Sonnenuntergang ein bengalisches Feuer im Garten entzündet.


Generalanzeiger vom 12.06.2010, Seite 12

Generalanzeiger vom 12.06.2010, Seite 12



[Norman Liebold, 13.06.2010
AnsichtenEinesAktmodells, Beorn, Euthanatus, Generalanzeiger, Krimi, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang
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Krimi über den „Gläsernen Bürger“

Von Norman Liebold geschrieben am: 29.03.2010 unter Eifel, Gläserner Sarg, Krimi, Presseartikel, Rundschau, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang

Kölnische Rundschau vom 29.03.2010.
Online-Version:http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1266504509912.shtml

Krimi über den „Gläsernen Bürger“

Kölnische Rundschau vom 29.03.2010

Kölnische Rundschau vom 29.03.2010

Von MICHAEL SCHNITZLER

NETTERSHEIM. „Gläserner Sarg“ heißt die Krimi-Erzählung, aus der Norman Liebold in der Nettersheimer Gemeindebücherei las. Gläserner Sarg? „Die Erklärung für den Titel würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Liebold und erklärte dann doch recht prägnant: Der gläserne Sarg spiele einerseits auf den gläsernen Sarg Schneewittchens, andererseits auf den „Gläsernen Bürger“, also den vom Staat durchleuchteten Bürger an.

Diese zunehmende Überwachung der Bürger durch den Staat, in den vergangenen Jahren etwa in Bezug auf die Methode der Videoüberwachung kontrovers diskutiert, ist das Hauptthema von Liebolds Buch. Die Hauptfigur, der manisch-depressive 60-jährige Bauer Rowedder aus dem Siebengebirge, fühlt sich permanent vom Staat verfolgt, weshalb die Erzählung eine Gradwanderung zwischen der mitunter erschütternden Wirklichkeit und den paranoiden Fantasien des Bauern darstellt.

Als schlussendlich ein Flugzeug im Auftrag des deutschen Staats in den „Langen Eugen“ – das Zentrum des UN-Campus’ in Bonn – gelenkt wird, um neuen Antiterror-Gesetzen den Weg zu bereiten, kann der in Ohnmacht fallende Rowedder längst nicht mehr zwischen der Realität und seinen Wahnvorstellungen unterscheiden.

Gerade diese Momente zwischen Realität und Wahnsinn waren es, die Liebold besonders gekonnt szenisch darstellte. Dazu lieferte sein musikalischer Partner Bernd Gast die passende akustische Untermalung: Mit seiner Gitarre und seinem Mini-Keyboard legte er mal normale, dann wieder verzerrt-verrückte Geräusche unter Liebolds Erzählung und gab der Lesung so die entsprechende Atmosphäre.

Schade war es, dass nur wenige Besucher der Lesung beiwohnten, die im Rahmen der fünften „Literatour“ in Nettersheim stattfand. Kerstin Juchem, Leiterin der Gemeindebücherei war angesichts der geringen Resonanz etwas ratlos, Liebold hingegen nahm es gelassen – nachdem der Königswinterer sich draußen sein „Pfeifchen“ angesteckt hatte, las er drinnen entspannt für das anwesende Grüppchen.

[Bildunterschrift:] Musikalisch unterstützt von Bernd Gast las Norman Liebold in der Gemeindebücherei Nettersheim voller Inbrunst aus seiner Krimi-Erzählung “Gläserner Sarg” vor. (Foto: Schnitzler)



[Norman Liebold, 29.03.2010
Eifel, Gläserner Sarg, Krimi, Presseartikel, Rundschau, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang
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Wahrheit, Wirklichkeit, Wahnsinn

Von Norman Liebold geschrieben am: 02.03.2010 unter Gläserner Sarg, Krimi, KStA, Kulturgeist, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang

Kölner Stadtanzeiger vom 02.03.2010. Online-Version des Artikels: http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1264185905429.shtml

Wahrheit, Wirklichkeit, Wahnsinn

Initiatorin Kerstin Juchem hat die “Literatour” zu einer Veranstaltungsreihe entwickelt, die den Vergleich mit großen Literaturhäusern nicht zu scheuen braucht. Den diesjährigen Auftakt gestaltet die Autorin Martina Kempff.


Von Claudia Hoffmann.

NETTERSHEIM – Auch in diesem Jahr bietet das Literaturhaus Nettersheim großen und kleinen Bücherfreunden im Rahmen der „Literatour“ eine Fülle ausgesuchter literarischer Leckerbissen. Was vor fünf Jahren mit zehn Veranstaltungen – zumeist in Form klassischer Lesungen – gewissermaßen noch als „Kultur im Kleinen“ begann, hat sich unter der Leitung von Bibliothekarin Kerstin Juchem in der Zwischenzeit zu einer Veranstaltungsreihe entwickelt, die den Vergleich mit Literaturhäusern in den größeren Städten nicht zu scheuen braucht.

Den Anfang der „Literatour 2010“ macht am Freitag, 5. März, die Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin Martina Kempff. Im Gepäck hat die erfolgreiche Autorin ihren neuen historischen Roman „Die Kathedrale der Ketzerin“. Sie wird mit einer Lesung aus ihrem zweiten Eifel-Krimi an diesem Tag sogar ihre Premiere in Nettersheim feiern. Im Holzkompetenzzentrum kommen auch die Liebhaber erstklassiger Fotografien auf ihre Kosten. Am 17. März entführen Heiko Beyer und Markus Friedrich das Publikum ins Land der Maya und Azteken.

Am 16. November geht es mit Michael Oberts Vortrag „Regenzauber“ ins Innere Afrikas. Mit 3 D-Aufnahmen führt dann Stephan Schulz am 29. November die Betrachter mitten in die Szenerie der „leuchtenden Berge“ Südtirols und der Dolomiten. Begleitet von einem lyrisch-musikalischen Rahmenprogramm mit Walther Löhr und Andreas Züll werden am 11. April die beim „Seniorensilvester 2009“ entstandenen Fotografien von Ulla Klinger ausgestellt.

Das „Bilderbuchkino“ hat in den letzten Jahren ebenfalls großen Zuspruch gefunden. Mit „Flieg, Vogel, flieg“ richtet es sich am 25. März erstmals an kleine Leseratten. Zwei Filmvorführungen für Kinder ab acht Jahren („Die Vorstadtkrokodile“) und zwölf Jahren („Die Welle“) ergänzen das Programm. Am 24. Juni steht der Nettersheimer Kinotag ganz im Zeichen des Fußballs.

Am 26. März liest und inszeniert der Literaturwissenschaftler Norman Liebold ausgewählte Szenen aus seinem Kriminalroman „Der gläserne Sarg“. In Liebolds gleichermaßen humorvollen wie erschütternden Geschichte um Wahrheit, Wirklichkeit und Wahnsinn steht mit Bauer Rowedder ein durchaus eigenwilliger Protagonist in der Art eines modernen Don Quijote im Zentrum der turbulenten Ereignisse.

Schreibwerkstatt

Am 9. Juli ist Liebold dann mit seinem Buch „Der Kulturgeist“ im neuen Nettersheimer Literaturhaus zu Gast. [Hervorhebung Norman Liebold] Am 18. Juni gehört die Bühne des Holzkompetenzzentrums den Absolventen der Nettersheimer Schreibwerkstatt, die in einem Blockseminar am 16. und 23. April beziehungsweise am 7. und 21. Mai unter der Leitung von Andreas Züll vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) ausprobieren können, wie man aus Texten Literatur macht.

Auch in den Sommerferien ist das Programm der Nettersheimer Gemeindebücherei bunt gespickt. Ab dem 22. Juli singen, lesen und erarbeiten Manuel Torres und Werner Höring mit Kindern an mehreren Veranstaltungstagen den Schluss des Buches „Amorchen, der kleine Steppenwolf“. Im Anschluss an diesen kreativen Workshop wird das so entstandene Buch beim Verlag mit insgesamt drei verschiedenen Schlusskapiteln eingereicht. Außerdem erzählt Elmar Wiese am 3. August in seinem jüngsten Band „EIFEL-Gang: Gespensterjagd auf der Neuerburg“ eine spannende Geschichte rund um die fünf Nachwuchsdetektive Emi, Ina, Fio, Elmar und Leni.

Vom 8. bis zum 12. September heißt es dann auch in Nettersheim: „Krimifans aufgepasst!“ Die „Criminale 2010“ bietet dann gleich mehrfach mörderisches Vergnügen. Mit der „Wanderlesung auf römischen Spuren“ knüpft man an eine erfolgreiche Veranstaltung aus dem Vorjahr an. Eine erstaunliche Resonanz hatte im vergangenen Jahr die Veranstaltung in Eifeler Mundart „Jedichte, Leedche und Jeschichte op Eefeler Platt“, für die auch in diesem Jahr noch Autoren aus der Region gesucht werden.

Voller Überraschungen steckt im November ebenfalls der Tag, den eine Buchhandelsklasse des Joseph-DuMont-Berufskollegs Köln für das Nettersheimer Publikum ausrichten wird. Am 5. Dezember gibt Peter Cremer einmal mehr den Jahresabschluss und einen Rückblick auf eine Auswahl der Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

Weitere Informationen rund um das „Literatour“-Programm gibt es unter 0 24 86 / 17 70 (Gemeindebüro) und 0 24 86 / 78 98.



[Norman Liebold, 02.03.2010
Gläserner Sarg, Krimi, KStA, Kulturgeist, Presseartikel, Siebengebirgskrimis, WortAnKlang
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Große Erzählkunst und Gitarrenklänge

Von Norman Liebold geschrieben am: 03.10.2009 unter Bernd Vollbach, Eifel, Mechernich, Norman Liebold, Presseartikel, Rundschau, Spaltenzungen, WortAnKlang

Kölnische Rundschau vom 03.10.2009, S. 50

Große Erzählkunst und Gitarrenklänge

Musiker Bernd Vollbach untermalte die Lesung von Norman Liebold in Mechernich

Von MANFRED HILGERS

Kölnische Rundschau vom 03.10.2009, S. 50

Kölnische Rundschau vom 03.10.2009, S. 50

MECHERNICH. Eine kleine, aber feine Kulturveranstaltung erlebten am Donnerstagabend die Besucher, die in den ”Tee & Kaffee”-Laden in die Mechernicher Bahnstraße zur Autorenlesung mit Musikbegleitung kamen. Ein Hauch von Vanille lag in der Luft, denn Hubert Schröder, der das Geschäft in dritter Generation führt, hatte sich zum Kulturabend für eine Teemischung entschieden, die “leicht & locker” hieß und die er frisch aufbrühte. Auch heißer Kaffee war im Angebot.

Während Norman Liebold aus dem mystisch-skurrilen Anderweit-Märchen “Spaltenzungen” las, begleitete Bernd Vollbach ihn mit Gitarrenmusik. Vollbach, ein kölscher Jung, der seit 20 Jahren in Mechernich lebt, lernte den Autor Norman Liebold vor einem Jahr am Rhein kennen. Die Chemie zwischen den beiden stimmte auf Anhieb und so gestalten sie seitdem kulturelle Events zusammen.

In Mechernich fühlten sie sich wohl. Bernd Vollbach ist als Teekenner gern und häufig Gast im “Tee & Kaffee” -Laden. Hier könne man in aller Gemütlichkeit so richtig genießen, sagte er. Nun fange wieder die herbstliche Zeit an, Nebel stiegen auf und man könne ein gutes Buch zur Hand nehmen oder aber einem Geschichtenleser bei duftendem Tee oder heißem Kaffee lauschen.

In Mechernich boten die Wort- und Klangkünstler Liebold und Vollbach ein NeuzeitMärchen in besonderer Atmosphäre. Geradezu mystisch mutete die Veranstaltung an, denn Norman Liebold verstand es hervorragend, sich als Leseperformer zu präsentieren. Mit schrägen Tönen, oft mit Gekreische, erzeugte er starke Stimmungen, die den Zuhörer oft aufschrecken ließen. Norman Liebold lieferte immer wieder Seitenhiebe auf die Politik. So bezeichnete er in seinem Märchen um den “Roten Ritter Parzifal” die Mitglieder des Bundestags einen ”entscheidungsunfähigen Haufen Zombies an Artus verschimmelter Tafelrunde”.

Von Liebold, beheimatet in Königswinter am Drachenfels liegen bisher 18 Veröffentlichungen vor. Er ist auf den Bühnen der Bundesrepublik als großartiger Erzähler bekannt, der sein Publikum zusammen mit Bernd Vollbach in seinen Bann zog.

[Bildunterschrift: Während Norman Liebold aus dem mystisch-skurrilen Anderweit-Marchen "Spaltenzungen" las, begleitete Bernd Voll bach ihn mit Gitarrenmusik. Die beiden waren zu Gast im "Tee & Kaffee"-Laden in Mechernich. (Foto: Hilgers)]



[Norman Liebold, 03.10.2009
Bernd Vollbach, Eifel, Mechernich, Norman Liebold, Presseartikel, Rundschau, Spaltenzungen, WortAnKlang
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“Der Kulturgeist” im Mendiger Caféhaus: Autorenlesung, Konzert und Vernissage

Von Norman Liebold geschrieben am: 05.09.2009 unter Kulturgeist, Mendiger Cafehaus, Presseartikel, WortAnKlang

Mendiger Mitteilungsblatt Nr. 35/2009, S. 23

Mendiger Mitteilungsblatt Nr. 35/2009 S. 23Mendiger Mitteilungsblatt Nr. 35/2009 S. 23

Mendiger Mitteilungsblatt Nr. 35/2009 S. 2305-Sep-2008 15:18, PENTAX PENTAX K-m , 4.5, 37.5mm, 0.022 sec, ISO 200

“Der Kulturgeist” im Mendiger Caféhaus: Autorenlesung, Konzert und Vernissage

Am Samstag, 5. September werden sich in den Räumlichkeiten des Caféhauses Mendig die Künste treffen: Die Vernissage der Künstlerin Katharina Theine wird Anlass zu einer Matinee von Musik, Dichtung und Malerei. Ein Teil der Ausstellung zeigt die Originalillustrationen zu dem sowohl feinsinnigen wie durchaus bissigen Märchenbuch “Der Kulturgeist” von Norman Liebold. Der Autor und Bühnenkünstler wird am Abend der Ausstellungseröffnung gemeinsam mit seinem Bühnenkollegen, dem furiosen Gitarristen Bernd Vollbach, den “Kulturgeist” – eine der drei gewagten Neuzeitmärchen aus dem Buch – als WortAnKlang-Vorstellung darbieten, bei der Liebolds fesselnder Lese-Performance und Vollbachs Virtuosität auf verschiedenen Gitarren zu einer Liason von Wort und Klang verbinden. “Der Kulturgeist” wird dem Publikum vollständig in einer abendfüllenden Veranstaltung präsentiert. Vor und nach der Vorstellung wird die Künstlerin Katharina Theine ebenso wie der Schriftsteller für Gespräche und Fragen bereit stehen.



[Norman Liebold, 05.09.2009
Kulturgeist, Mendiger Cafehaus, Presseartikel, WortAnKlang
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Lesung und Gitarrenspiel locken

Von Norman Liebold geschrieben am: 28.08.2009 unter Krimi, Kulturgeist, Mendiger Cafehaus, Presseartikel, WortAnKlang

Rheinzeitung vom 28.08.2009, S. 19

Lesung und Gitarrenspiel locken

Rheinzeitung, 28.08.2009 S. 19Rheinzeitung, 28.08.2009 S. 19

Rheinzeitung, 28.08.2009 S. 1905-Sep-2008 15:19, PENTAX PENTAX K-m , 4.5, 37.5mm, 0.022 sec, ISO 200

Matinee im Caféhaus Mendig mit Musik, Dichtung und Malerei

MENDIG. Zu einem Treffen der Künste kommt es am Samstag, 5. September, in den Räumlichkeiten des Caféhauses Mendig: Die Vernissage der Künstlerin Katharina Theine wird Anlass zu einer Matinee mit Musik, Dichtung und Malerei. Ein Teil der Ausstellung zeigt die Originalillustrationen zu dem sowohl feinsinnigen wie durchaus bissigen Märchenbuch “Der Kulturgeist” von Norman Liebold. Der Autor und Bühnenkünstler wird am Abend der Ausstellungseröffnung gemeinsam mit seinem Bühnenkollegen, dem Gitarristen Bernd Vollbach, den “Kulturgeist” auffführen. Liebolds Lesung und Vollbachs Virtuosität auf verschiedenen Gitarren bilden dabei eine Einheit aus Wort und Klang. Vor und nach der Vorstellung wird die Künstlerin Katharina Theine ebenso wie der Schriftsteller für Gespräche und Fragen bereit stehen.

Infos im Internet unter www.cafehaus-mendig.de



[Norman Liebold, 28.08.2009
Krimi, Kulturgeist, Mendiger Cafehaus, Presseartikel, WortAnKlang
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Premiere für alle Beteiligten

Von Norman Liebold geschrieben am: 10.06.2009 unter Extrablatt, Much, Navigator, Presseartikel, Schulprojekt, WortAnKlang

Extrablatt vom 10.06.2009

Premiere für alle Beteiligten

“Lebendige Literatur im Unterricht” für alle Abschlussklässler

Extrablatt vom 10.06.2009

Extrablatt vom 10.06.200906-Sep-2008 19:44, PENTAX PENTAX K-m , 5.6, 55.0mm, 0.017 sec, ISO 1600

Much (am). Die Schüler der drei Klassen des 10. Schuljahres der Realschule haben alle Abschlussarbeiten bewältigt. Ihre Tage an der vertrauten Lernstätte sind also gezählt. Um ihnen dafür noch etwas Besonderes und Interessantes zu bieten wurde mit Norman LIebold (32) ein Schulprojekt entwickelt. Grundlage dafür ist dessen jüngstes Werk, die Novelle “Navigator”. Begeistert von der Idee waren auch die Deutschlehrerinnen Ulrike Dicke, Brunhilde Müller und Gudrun Schilling. Sie beteiligten sich auch an der Ausarbeitung des inhaltlichen und thematischen Vorgehens. “Wegen meines früheren eigenen Interesses am Schuldienst freue ich mich über diese Premiere auch für mich besonders”, so der in Niederpleis wohnhafte Schriftsteller. Die Science-Fiction-Plastikwelt passt gut in die Vorstellungswelt der jungen Zuhörer. Harz IV [sic! Hartz IV], Finanzkriese und mehr verbinden sich mit einer witzigen Story. Die wurde von Norman Liebold mit unverkennbar schauspielerischem Talent “angelesen”, in einer Fragerunde danach die Erwartungshaltung erfragt und im weiteren Verlauf dieses Wochenprojektes Arbeitsgruppen gebildet. In ihnen wurden die “technischen, sozialen und literarischen” Aspekte dieser Utopie herausgearbeitet. Interessant für Autor wie für die Schüler war wohl die erlebbare Meinungs- und Ideenvielfalt. Das Projekt, auch als Überbrückung zwischen Abschluss aller Arbeiten und dem Ende der Realschulzeit, geriet nicht nur interessant und unterhaltsam, sondern verhalf hier und da auch noch zu einer Notenverbesserung. Bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung mit dem Duo “WortAnKlang” konnten sich auch die Eltern und andere Interessierte ein Bild machen, wie lebendig und interessant Literatur sein kann.

Bildunterschrift: “Locker vom Hocker”, so fand in der Aula im Schulzentrum Norman Liebold den Einstieg in seine interessante Science-Fiction.Novelle vom “Navigator”. Foto: Müller



[Norman Liebold, 10.06.2009
Extrablatt, Much, Navigator, Presseartikel, Schulprojekt, WortAnKlang
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